E-Bike_Reichweite

Akku – Reichweite

Die Reichweite des Pedelec-Akkus bestimmt den Aktionsradius des Radfahrers und…

Mehr über die Reichweite eines E-Bike Akkus und Tipps zur Maximierung

bildet deshalb einen entscheidenden Faktor bei der Auswahl des E-Bikes. Die km-Angaben der Hersteller sind immer an optimalen Bedingungen orientiert und deshalb nur bedingt aussagekräftig ähnlich wie bei den Kraftstoffverbrauchsangaben der Automobilhersteller. Allgemein werden 50% der km-Angabe des Herstellers als realistischer Wert betrachtet.

Die Reichweite eines Akkus ist von vielen Faktoren abhängig

Aus der Vielzahl der Parameter folgt, dass eine eindeutige Aussage über die Akku-Reichweite nicht zu machen ist. Es lässt sich lediglich feststellen: Will man öfter längere Touren (über 50 km) mit seinem Elektrofahrrad unternehmen und fühlt man sich körperlich nicht in der Lage, das Rad auch ohne elektrische Unterstützung zu fahren, ist man gut beraten, eine Akku-Kapazität von mindestens 400 WH zu wählen.

  • Akku – Kapazität

Die Energie, die in einer Batterie gespeichert werden kann, wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Bei Angabe des Spannungswertes (V) und der Kapazität in Amperestunden (Ah) kann man sich durch Multiplikation beider Parameter die Wattstunden exakt errechnen. Selbstverständlich hat die Energiebereitstellung des Akkus einen erheblichen Einfluss auf die Reichweite des E-Bikes. Zu bedenken gilt, dass Akkus mit geringeren Kapazitäten jedoch auch leichter sind als solche mit hohen.

  • Systemgewicht

Unter Systemgewicht versteht man das Gewicht des „gesamten Systems“ nämlich das des Fahrraddes, das des Fahrers incl. Kleidung und Ausrüstung und das eventueller Zuladung. Dieser Einfluss auf die Akku – Reichweite ist nicht zu unterschätzen. Bringt man selbst schon ein größerers Gewicht auf die Waage, sollte auch der Akku über mehr Energie verfügen.

  • Aerodynamik

Der Luftwiderstand kann erheblich beeinflusst sein durch die Sitzposition des Radfahrers, seine Kleidung und auch durch am Fahrrad angebrachtes Gepäck. 

  • Reifendruck

Bei niedrigerem Reifendruck muss der Akku mehr leisten. Dieser Faktor sollte nicht unerwähnt bleiben, ist aber sicher nicht ausschlaggebend. Gleiches gilt natürlich auch für abgefahrene Reifen, deren Rollwiderstand ebenfalls erhöht ist. Und es bleibt zu bedenken, dass sich stark aufgepumpte Reifen natürlich hinsichtlich der Reifenhaftung nachteilig auswirken können.

  • Streckenbeschaffenheit

Ob das E-Bike überwiegend über Asphalt rollt oder sich durch losen Untergrund arbeiten muss oder ständig über Bodenunebenheiten gefahren wird hat Auswirkungen auf den Rollwiderstand und in der Folge auch auf den Energiebedarf über den Akku. 

  • Streckenprofil

Wenn die Tour mehr in ebenem Gelände stattfindet, ist der Akku nicht so viel beansprucht wie bei einer Tour mit vielen Steigungsstrecken. Auch häufiges Abbremsen und Anfahren, was in bei Stadtfahrten häufig notwendig ist, verkürzt die Akku-Reichweite.

  • Akku-Alter

Wie alle Akkus unterliegt auch der E-Bike Akku einer natürlichen Alterung. Die heute vorwiegend in E-Bikes eingesetzten Akkus sind mit Litium-Ionen Batterien bestückt und haben Ladekapazitäten von 500 bis 1000 vollen Ladezüglen, halten also 20000 bis 40000 km. Danach kann man aber immer noch von einer Speicherkapazität von 70% ausgehen.

  • Verbundene Elektronik

Wird die Lichtanlage über den E-Bike Akku gespeist oder gibt es USB Schnittstellen, die man nutzt, um das Handy oder das GPS-Gerät aufzuladen verringert sich die Energie im Akku und somit die Reichweite.

  • Wetterbedingungen

Sowohl sehr niedrige Temperaturen als auch zu hohe haben negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit eines Akkus. Bei starkem Wind gibt es einen höheren Luftwiderstand zu überwinden. In sehr nasser Umgebung sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass alle Stecker am Akku geschützt sind vor eindringender Nässe. Feuchtigkeit beieinflusst die Akkuleistung negativ bzw. Kann der Akku komplett ausfallen.

  • Wirkungsgrad des Motors

Der Motor sorgt für die Umsetzung der im Akku gespeicherten Energie in Bewegungsenergie. Ist die Effizienz des Motors hoch (siehe Motorpositionen), steht dem E-Bike Fahrer länger Energie zur Verfügung, kann er eine längere Strecke zurücklegen.

  • Tretunterstützung

Je mehr der E-Bikefahrer selbst in die Pedale tritt, desto geringer ist der Verbrauch an Akkuenergie, was die Reichweite erheblich vergrößern kann. Fährt man mit geringer Kraftanstrengung, überlässt man dem Motor die Leistung, verbraucht man logischerweise mehr Akkuenergie und kann nicht so lange auf elektrische Unterstützung vertrauen.

  • Fahrverhalten

Der E-Bike Fahrer kann durch sein Fahrverhalten einen positiven Einfluss auf die Reichweite nehmen. Man sollte die Unterstützungsstufe immer dem Gelände anpassen (z.B. in der Ebene nur die geringste Unterstützungsstufe wählen). Durch hohe Drehzahlen mit einer Trittfrequenz von 60 – 70 Umdrehungen/Minute wird der Stromverbrauch gering gehalten. Dies erreicht man, indem man den Gang immer dem Gelände angepasst wählt. Wie beim Autofahren, entscheidet auch beim E-Biken die Gangwahl über den Energieverbrauch. Weiterhin lässt sich Energie sparen, indem man häufiges Abbremsen und Anfahren verringert, also vorausschauend fährt.

Tipps, um die Reichweite des E-Bike Akkus zu maximieren.

Auf einige der oben angesprochenen Parameter lässt sich relativ einfach Einfluss nehmen, um den Stromverbrauch geringer zu halten. Jeder muss selbst entscheiden, wie er die Prioritäten setzt. Auf einer Mehrtagestour kann man auf Gepäck beispielsweise nicht verzichten aber vielleicht genau überlegen, was wirklich wichtig ist.

  • Laden Sie den Akku immer bei Zimmertemperatur auf.
  • Schützen Sie den Akku im Winter vor dem kalten Fahrtwind mit einem Neoprenschutz.
  • Legen Sie im Winter eine E-Bike Pause ein – dann lagern Sie den Akku bei Zimmertemperatur halb aufgeladen.
  • Stellen Sie Ihr Rad nicht in der prallen Sonne ab, sondern suchen Sie einen Schattenplatz.
  • Pflegen Sie ihr Rad – gut geölte Ketten laufen leichter. Nach jeder die Kette und die Kettenblätter mit einem trockenen Tuch reinigen und dann ölen.
  • Wählen Sie immer die passende Unterstützungsstufe: In der Ebene nur die 1. Stufe, bergab schalten Sie die Unterstützung ganz aus……
  • Achten Sie auf eine Trittfrequenz von 60-75 Umdrehungen pro Minute. In diesem Bereich liegt der effektivste Wirkungsgrad des Motors. Diese recht hohe Tretfrequenz ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber eben von den E-Bike Herstellern so vorgegeben.
  • Passen Sie die Gangwahl immer optimal den Geländebedingungen an. Schalten Sie rechtzeitig rauf und rechtzeitig zurück. Verfügt ein Rad über mehr Gänge, evt. auch vorne mehrere Kettenblätter – lässt es sich optimaler auf unterschiedliche Bedingungen einstellen.
  • Fahren Sie nicht in der höchsten Unterstützungsstufe an.
  • Fahren Sie vorausschauend, um abruptes Abbremsen (und erneutes Anfahren) zu vermeiden.
  • Dynamisches Fahren spart Energie. Pedalieren Sie mit einem konstantem Druck – das sorgt für ein gleichmäßiges Signal an den Motor.
  • Fahren Sie immer mit dem Reifendruck, den Sie für die Geländebedingungen brauchen. Brauchen Sie mehr Grip, lässt sich bzgl. Sicherheit ein geringerer Reifendruck nicht vermeiden.
  • Wähle die richtige Sitzposition, um dem Wind weniger Angriffsfläche zu bieten. Überprüfe Sattel- und Lenkerhöhe.
  • Vermeiden Sie überflüssiges Gewicht.
  • Besitzt Ihr Rad eine Federgabel, stellen Sie diese optimal auf Ihr Gewicht ein, damit Ihr E-Bike über holprige Stellen rollen kann und nicht hüpft. Und Finger weg vom Lock-Out.
  • Achten Sie auf eine gute Kurventechnik im Gelände – diese bringt Sie mit Schwung durch die Kurve und Sie müssen danach kaum Akku-Energie einsetzen, um wieder Geschwindigkeit aufzunehmen.

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annahoJ

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